Der Luzerner Begegnungstag der Religionsgemeinschaften vom 18. April 2011 war ein voller Erfolg. Über 600 Interessierte besuchten im Laufe des Abends die Veranstaltung in der Kornschütte. Das Eröffnungskonzert mit dem Luzerner Chor der Nationen nahm die Zuhörenden mit auf eine Weltreise. Es sorgte für eine begeisternde und berührende Atmosphäre und liess den Reichtum der Kulturen und Religionen zum Erleben und Erklingen bringen.
An den mit Symbolen, Gegenständen und Informationsmaterial sorgfältig gestalteten Tischen der zehn Gemeinschaften aus 6 Religionen fanden angeregte Gespräche statt. Mit vier Videoclips und ihrer erfrischenden und ehrlichen Sicht auf Religion begeisterten Schülerinnen und Schülern der Kanti Alpenquai die Besucherinnen und Besucher.
Wie Stadträtin Ursula Stämmer-Horst in ihrem Grusswort beeinduckt feststellte, sah man rundum strahlende und zufriedene Gesichter. Der Hindupriester Saseetharen Ramakrishna Sarma stellte in seinem Votum bewegt fest, dieser Tag gehöre zu den schönsten in seinem Leben, auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in seiner Heimat sei er in die Schweiz gekommen und heute unter diesem Dach sei die Hoffnung auf friedliches Zusammenleben konkret sichtbar und spürbar geworden.
Diesen Einsatz der Kirchen und Religionsgemeinschaften für das Zusammenleben in der Gesellschaft würdigte auch Regierungsrat Reto Wyss und betonte, dass Politik und Kirchen eine gemeinsame Aufgabe hätten im Aufbau von gemeinsamen Werten wie Solidarität und Gerechtigkeit in einer zunehmend heterogenen Gesellschaft.
Im einfachen Schlussritual füllten Vertreterinnen und Vertreter der Religionsgemeinschaften eine Schale mit Wasser: Dazu teilten sie Wünschen und Segensprüche – alle auf ihre Weise unterschiedlich, getragen von ihrem je eigenen Glauben und ihrer persönlichen Hoffnung auf ein gutes Leben für alle Menschen. Spontan beteiligten sich daran auch Gäste des Anlasses aus dem Publikum.
Der erste Teil des Begegnungstages gehörte den Kindern. Gut 200 Schülerinnen und Schüler der 3.-6. Klasse lauschten gespannt den Geschichten aus Christentum, Islam und Hinduismus und fanden Spannendes, Bekanntes, Befremdliches und auch viele Gemeinsamkeiten.
Schon erste Rückmeldungen von Besucherinnen und Besuchern der Veranstaltung, aber auch von den beteiligten Religionsgemeinschaften haben gezeigt: Das Interesse ist gross und „Unter einem Dach“ wird sicher in der ein oder anderen Art fortgeführt werden.

Grusswort Regierungsrat Reto Wyss
Begrüssung der Religionsgemeinschaften
Bilder und Texte aus den religiösen Traditionen


Programm

  • 10h/14h/17h:  Gott ist überall zuhause. Geschichten aus den Religionen für Kinder erzählt
  • ab 18h:   Begegnungen, Informationen, Gespräche, Essen und Trinken
  • 18.00h:   Eröffnungskonzert mit dem Chor der Nationen - Musik für den Frieden
  • 18.30h:   Begrüssung
    Grusswort von Regierungsrat Reto Wyss
  • 19.30h:   Jugendliche und ihre Sicht von Religion
    Schülerinnen und Schüler der Kanti Alpenquai
  • 20.30h:   Fragen rund um Tod, Abschied, Bestattung
    Vertreterinnen und Vertreter von Hinduismus, Judentum und Islam geben Auskunft
    Grusswort von Stadträtin Ursula Stämmer-Horst
  • 21.30h:   Wasser – Quelle des Lebens. Gemeinsamer Abschluss

Programmflyer
Geschichten aus den Weltreligionen für Kinder erzählt - Flyer
Bastelbogen: Gott ist überall zu Hause

 

Konzert und Begrüssung

 

Angeregte Gespräche an den Tischen der Gemeinschaften
 

Jugendliche und ihre Sicht auf Religion

Abschied Tod und Bestattung

 

Geschichten aus den Weltreligionen für Kinder erzählt