Die Christkatholiken bilden die kleinste der drei anerkannten Landeskirchen im Kanton Luzern. Ihre Mitglieder leben über den ganzen Kanton verstreut, von Luzern aus werden zudem die Christkatholiken betreut, die in der Diaspora Zentralschweiz (Zug, Ob- und Nidwalden, Uri sowie Schwyz) wohnen. Insgesamt gehören der Gemeinde rund 500 Personen an.

Entstanden ist die Kirche nach dem ersten Vatikanische Konzil von 1870. Damals empörten sich viele Katholiken über zwei neue Dogmen: den Jurisdiktionsprimat und die Lehrunfehlbarkeit des Papstes. Wer sich öffentlich gegen die verbindlichen Glaubenssätze stellte, verlor seine kirchliche Heimat. So entstanden zahlreiche Kirchgemeinden, die sich zu landesweiten Kirchen zusammenschlossen – in der Schweiz zur Christkatholischen Kirche mit Bischof und Synode.

Die Christkatholiken pflegen die sieben Sakramente und die Liturgie der traditionellen katholischen Kirche. In der Gemeinschaft sind allerdings Frauen und Männer gleichermassen zu allen Ämtern zugelassen. Auch punkto Beziehungen gilt eine liberale Haltung: Pfarrer und Pfarrinnen dürfen heiraten, geschiedene und wiederverheiratete Menschen bleiben vollwertige Mitglieder der Gemeinde, gleichgeschlechtliche Paare können ihre Partnerschaft segnen lassen.

Zudem ist die Kirche demokratisch organisiert: Die Gemeindeversammlung wählt den Kirchenrat, ihre Pfarrerin oder ihren Pfarrer sowie Delegierte für die Nationalsynode. Diese wählt gemeinsam mit dem Klerus den Bischof oder die Bischöfin.

 

Mehr Informationen

Kontaktperson: Pfr. Ioan L. Jebelean, , Tel. 041 410 33 00

Adresse: Christkatholische Kirchgemeinde Luzern, Museggstr. 15, 6005 Luzern, 041

Homepage: Christkatholisch Luzern