Baha’i sind Menschen, die Baha’u’lláh, den Stifter der Baha’i-Religion als den Gesandten Gottes für dieses Zeitalter erkannt haben und an ihn glauben. In der Schweiz leben über 1000 Gläubige, erste Baha’i seit 1903, in Luzern seit 1960. 1953 wurde der erste Nationale Geistige Rat gewählt. In der Zentralschweiz leben über 50 Baha’i.

Entstehung der Bahá’í-Religion:
Die Baha’i-Religion ist die jüngste Weltreligion, sie wurde von Bahá’u’lláh (1817-1892) während seiner 40jährigen Sendungszeit gestiftet. Die Baha’i verfügen somit über eigene heilige Schriften, Prinzipien und Gebote. Das grundlegendste Prinzip ist die Einheit Gottes, der Religionen und der Menschheit. Es ist Kern für das erklärte Ziel, weltweit die Einheit der Menschheit – in ihrer ganzen Vielfalt – zu verwirklichen. Weitere zentrale Baha’i-Lehren sind: Gleichberechtigung von Frau und Mann, uneingeschränkte Suche nach der Wahrheit, Harmonie zwischen Religion und Wissenschaft,  Abbau von Vorurteilen und Schutz von Natur, Umwelt und Ressourcen.

Die Gemeindeordnung kennt keinen Klerus. Bahá’u’lláh selbst legte den Grund für den Aufbau der Baha’i-Gemeinde-Ordnung. Sie  beruht auf gewählten Institutionen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene, z.Z „Lokale Geistige Räte“, „Nationale Geistige Räte“ und „Universales Haus der Gerechtigkeit“. Alle bestehen aus neun Personen und werden demokratisch gewählt, erstere jährlich, letzteres mit Sitz in Haifa, Israel seit 1963 alle fünf Jahre.

Heute ist der Baha’i-Glaube weltweit verbreitet. In über 180 Nationalen Baha’i-Gemeinden treffen sich über sechs Millionen Gläubige regelmässig zu Andachten, Feiern, Studienkreisen, Beratung und geselligem Beisammensein. Am 22. Oktober 2017 feiern die Baha’i weltweit auf lokalen Ebenen, so auch in der Zentralschweiz, den 200. Geburtstag von Bahá’u’lláh, dem Stifter der Baha’i Religion.

 

Mehr Informationen

Kontaktperson: Josef Aregger,

Adresse: Baha’i Luzern, Postfach 2104, 6002 Luzern

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